Exposé
     
 

Boris Koppke kommt sich wie in einem schlechten Film vor: der Privatdetektiv und die kühle Unnahbare. In seinem Büro sitzt ihm die bekannte Landespolitikerin Eva-Maria König gegenüber. Und sie braucht seine Hilfe, denn in der Endphase des Wahlkampfs tauchen plötzlich Gerüchte über schmutzige Geschäfte ihres Mannes auf. Ihre Gegner wittern schon einen Skandal. Sie will wissen, woran sie ist.

Koppke beobachtet daraufhin ein Gespräch zwischen Dr. König und einer Libanesin. Fortan wird er seinerseits beschattet und bekommt Besuch, der ihm deutlich zu verstehen gibt, daß ihn all das nichts angeht. Koppke findet heraus, dass Dr. König als Geschäftsführer einer Handelsgesellschaft früher oft Geschäfte im Nahen Osten getätigt hat. Geholfen hat ihm dabei ein alten Freund, Ziad Chahrouri. Bei einem Attentat im Libanon vor zwanzig Jahren kam Ziad ums Leben - und damit verlor Frau König ihren ersten Mann.

Als Koppke auch noch herausfindet, daß die Casal GmbH Eva-Maria König gehört, platzt ihm der Kragen. Er schickt ihr die Rechnung. Am selben Abend steht sie vor seiner Tür und versucht ihn umzustimmen. Die starke Frau König zeigt ihre verwundbare Seite, und ihre Augen versprechen mehr als nur einen Auftrag. Plötzlich steht Nick, ihr Sohn aus erster Ehe, spärlich bekleidet im Zimmer. Koppke und Frau König sind perplex - Koppke wußte nicht, mit wem er sich eingelassen hatte. Nick nutzt die Verwirrung und schmeißt seine Mutter raus. Er überzeugt Koppke, den Fall weiter zu verfolgen.

Nun ermitteln sie als Team. Dr. König bahnt tatsächlich ein Waffengeschäft an. Gleichzeitig wird aber auch der Einfluß der Ereignisse im Libanon vor zwanzig Jahren auf den aktuellen Fall immer klarer. Endlich erkennen beide, daß das Attentat nur eine Täuschung war, Ziad Chahrouri lebt noch. Die Königs hatten früher mit Ziad für die PLO gearbeitet. Bei einem Kommando verlor Ziad einen jungen Kämpfer. Dessen Familie schwor Rache und verfolgte ihn. Die Königs besorgten Ziad eine neue Identität und zogen sich in die bürgerliche Welt zurück.

Tatsächlich stellt sich die Kundin von Dr. König als die Schwester des getöteten Kämpfers heraus. Bei der nächtlichen Waffenübergabe kommt es zum Showdown. Durch das unerwartete Auftauchen von Ziad kommt es zum Schusswechsel. Unvermittelt steht Nick in der Schußlinie. Koppke rettet ihn in letzter Sekunde unter Einsatz seines Lebens. Plötzlich hat die Polizei das Gelände umstellt: Dr. König hat die ganze Zeit mit dem Verfassungsschutz zusammengearbeitet. So geht die Geschichte zwar glimpflich aus, Nick ist aber um einige Illusionen ärmer.

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